Karpfen vs. Mücken
...der gefräßige Süßwasserfisch...
Die Inselregierung ist auf eine Idee gekommen, wie sie mit der Einführung des Karpfens auf Ibiza zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Dieser gefräßige Süßwasserfisch, der an vielen Orten als Plage gilt, ist praktisch alles und soll so die Inselplage der Mücken in Schach halten.
Die ersten drei Phasen im Leben einer Mücke (Ei, Larve und Puppe) finden nämlich im Wasser statt, also je mehr stille Wasserflächen es gibt, desto mehr der lästigen Blutsauger gibt es auch. Auf Ibiza gibt es zahllose Wasserreservoirs zum Bewässern der Felder, die leider auch wahre Brutstätten von Mücken sind.
Das Einführen von hungrigen Karpfen in die Wassertanks würde nicht nur die lästigen Mücken reduzieren, sondern außerdem diese auch leer von Algen, anderen Insekten und Schnecken halten, diese blockieren sonst auch gerne mal das ganze Bewässerungssystem. Die Regierung hat ausgerechtnet, dass diese biologische Waffe den Bauern ungefähr 200 Euros an Reinigungs- und Wartungskosten sparen könnten.
Und außerdem gilt der Karpfen ja nicht mehr nur in osteuropäischen Ländern als Delikatesse - so ließe sich vielleicht auch noch der ein oder andere Euro verdienen.
Veröffentlicht 20 April 2009 Stephen White.
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