Top 10 - Veteranen-DJs, die ihren Preis immer noch wert sind

Absolute Legenden!

In den letzten Jahren haben die Superstar-Producer denjenigen, die ‚nur‘ Platten auflegen, ein ganzes Teil vom Scheinwerferlicht weggenommen. Die beiden sind in der Tat zwei ganz verschiedene Arten von Künstlern.

Typischerweise achtet ein DJ weniger auf technische Feinheiten, sondern hat mehr das Gesamtbild im Auge. Einen Track in den anderen zu mischen, erfordert eigentlich nur die physischen Fähigkeiten dazu, aber ein wirklich guter Set ist sehr viel komplexer.

Jeder kann einen Rhythmus an den anderen angleichen, ein wirklich guter DJ aber kann auflegen. Und während es einige wenige neue Namen gibt, die man wegen ihrer Experimente mit dem schwarzen Plastik durchaus respektieren muss, hat man doch den Eindruck, dass die alte Garde den Vergleicht in bezug auf Qualität immer noch gewinnt. Daher stellen wir hier zehn unserer Lieblings-Legenden vor, die immer noch hinter den Plattentellern beeindrucken.

A Guy Called Gerald

Der in Manchester geborene und in Berlin wohnende Muiker, DJ und Produzent war früher Mitglied der britischen Elektronikband 808 State und ist einer der Gründer von Acid House und Jungle. Ihn lohnt es sich immer noch anzuhören und zu sehen, vor allen Dingen, wenn er live zu zwei Laptops spielt, auf denen gleichzeitig zwei Versionen von Reason laufen…

Craig Richards

In seinen Anfängen als Amateur-DJ in London war Richards eindeutig von seiner Zeit in den USA (und im New Yorker Club Paradise Garage) beeinflusst, heute ist er der allseits verehrte Resident des Londoner Clubs Fabric. Ach ja, und dann gibt es da auch noch das Projekt namens Tyrant…

Derrick Carter

Wie kann man erklären, warum man diesen Chicago-Export auf keinen Fall verpassen sollte? Vielleicht wegen der Energie, die aus der DJ-Kabine strahlt, während er Tune auf Tune packt? Vielleicht wegen der Tatsache, dass man sich bei ihm vorstellen kann, dass er Kylie spielt und gleich im Anschluss Classic? Wahrscheinlich sind beides gute Gründe.

DJ Hell

Schon zwanzig Jahre im Geschäft, 15 davon mit den berüchtigten International Deejay Gigolos, ist DJ Hell trotzdem nie recht greifbar. Deutscher Techno-DJ, der auch House mag, ein Genie des Elektro und des Synthie Pop, einfach einzigartig, und das ist noch untertrieben.

DJ Sneak

Der wahrhaftige House Gansta wirkt beim Auflegen geradezu bedrohlich. Geboren in einer Zeit, als DJs noch DJs waren, war sein damaliger Aufstieg zum Star der Undergoundszene sicherlich nicht unverdient. Dass er immer noch die Clubs füllt und auch open-minded genug ist, um back2back mit Ricardo Villalobos zu spielen, zeigt, wie modern diese Legende auch heute noch ist.

Green Velvet

“Kameras bereit...” – Das Einzige was noch irrsinniger ist als die hektischen Snare-Crescendos in Flash oder der Text von La La Land, ist ein Auftritt von Green Velvet selbst, multi-mixend, komplett mit Mikrofonen versehen. Crazy gesprochene Elektro-Lyrik klang noch nie so gut.

DJ Shadow

Lasst uns zurückgehen in die Zeit vor der Jahrtausendwende, eine Zeit, bevor die elektronische Musik kommerziell mit den Streetsounds zusammenkrachte. Damals war Shadow Headliner bei Creamfields und machte sehr klar deutlich, dass Hip-Hop und Dancemusic sich nicht gegenseitig ausschließen - womit er bis heute nicht aufgehört hat.

Robert Hood

Robert Hoods Version von purem Techno ist nicht ganz das, was man erwartet. In seinen Werken als Floorplan bis hin zu hüftschwingenden Titeln wie Tiny Dancers versteckt sich Funk im Minimalismus. Das Einzige, was besser ist, als seine Tracks zu hören, ist ihm beim Spielen dieser auf Decks und echten Maschinen zuzusehen.

Laurent Garnier

Es gibt wenige, die einen gewaltigen, synthie-gefüllten Breakdown auf eine Crowd von einigen Tausend Hedonisten fallen lassen können, bevor sie in einen jazzig angehauchten und doch auch umfassenden Track übergehen. Er ist einfach ein Gott des eindrucksvollen, progressiven House-Technos.

Sasha

Sagt ‘the man like’ zu jedem über 30 und es besteht eine große Chance, dass eine Welle von Mainroom-Nostalgie über demjenigen zusammenschlägt. Aber Sasha kann sie immer noch, diese epischen, schimmernden Melodien, kraftvollen Breakbeats und treibenden Klangteppiche, und beweist damit, dass ‚diese Tage‘ zwar vorbei sind, er aber noch lange nicht.
 

Veröffentlicht 23 Nov, 2011. Martin Guttridge-Hewitt

Tags: Ibiza FeatureIbiza Nachrichten

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