IbizaPreservation weitet Umweltschutzmaßnahmen auf Ibiza und Formentera aus

Der Jahresbericht 2025 der lokalen NGO beleuchtet ein Jahr mit verstärkten Aktivitäten auf beiden Inseln.

Von der Anpflanzung von Obstbäumen und dem Schutz der ikonischen Mauereidechse Ibizas bis hin zur Erforschung der Meeresverschmutzung durch Plastik und der Haipopulationen hat IbizaPreservation seine wichtige Naturschutzarbeit auf Ibiza und Formentera kontinuierlich ausgeweitet.

Die Stiftung präsentierte diese Woche im Ocean Drive Ibiza ihren Jahresbericht 2025, aus dem hervorgeht, dass im vergangenen Jahr mehr als 700.000 € für Umweltprogramme bereitgestellt wurden – ein Anstieg von 12 % gegenüber 2024. Von dem Gesamtbudget der Organisation in Höhe von 853.000 € flossen 82 % direkt in Umweltschutzmaßnahmen.

IbizaPreservation konzentriert sich keineswegs nur auf ein einziges Thema, sondern betreut mittlerweile rund 20 aktive Projekte, die sich über die gesamte Inselgruppe erstrecken und die Bereiche Landwirtschaft, Biodiversität, Meeresschutz, Initiativen zur Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeitsmonitoring umfassen.

Zu den jüngsten Neuerungen zählt das Forum Sembra Futur, das jüngere Generationen mit den landwirtschaftlichen Traditionen Ibizas und Formenteras vertraut machen und neues Interesse am ländlichen Raum der Inseln wecken soll. Eine weitere neue Initiative, Tejiendo Futuro, die in Zusammenarbeit mit Mallorca Preservation und Menorca Preservation und mit Unterstützung der britischen Elektropop-Band Depeche Mode entwickelt wurde, untersucht die Verschmutzung der Meere durch Plastik und fördert Lösungen für eine Kreislaufwirtschaft auf den Balearen.

Die Schutzbemühungen für die auf Ibiza heimische Mauereidechse wurden unterdessen durch praktische Feldarbeit und Öffentlichkeitsarbeit weiter ausgebaut. Zudem wurde ein neues digitales Toolkit entwickelt, das Einheimischen und Besuchern hilft, die Art zu identifizieren und ihren Schutz zu unterstützen.

Die Stiftung förderte weiterhin die Forschung zu den Seegraswiesen (Posidonia oceanica) vor der Küste Ibizas. Untersuchungen in Talamanca und Cala Vadella zeigen weiterhin besorgniserregende Schäden durch Anker, Abwassereinleitungen und steigende Meerestemperaturen. In einigen Gebieten sind bereits über 50 % der Seegraswiesen geschädigt.

Die Meeresschutzprojekte erstreckten sich auch weiter aufs offene Meer hinaus. In Zusammenarbeit mit GEN-GOB und der Universität Oviedo identifizierten Forscher mithilfe von Umwelt-DNA-Techniken acht Hai- und Rochenarten in den Gewässern um Ibiza und Formentera, darunter Mantarochen und Glatthaie.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit investiert IbizaPreservation weiterhin in gemeinnützige Projekte und Projekte zur nachhaltigen Lebensmittelversorgung. Das Programm Gastronomic Activists, das Lebensmittelverschwendung reduzieren soll, wurde durch Workshops und Schulungen für Köche und Fachkräfte aus dem Gastgewerbe erweitert.

Während der Präsentation blickte Vizepräsidentin und Mitbegründerin Serena Cook darauf zurück, wie weit sich die Organisation seit ihrer Gründung im Jahr 2008 entwickelt hat. Was als Möglichkeit für Menschen begann, Ibiza und Formentera „etwas zurückzugeben“, hat sich zu einer technisch anspruchsvolleren und weitreichenderen Umweltplattform mit wachsendem Einfluss auf den Inseln entwickelt.

Geschäftsführerin Inma Saranova betonte ebenfalls den zunehmenden Druck, dem Ibiza und Formentera ausgesetzt sind, und wies gleichzeitig auf eine Gemeinschaft hin, die von Jahr zu Jahr umweltbewusster und engagierter wird.

Obwohl die Spendeneinnahmen im Jahr 2025 leicht zurückgingen, entschied sich IbizaPreservation dafür, wichtige Projekte durch die Inanspruchnahme von Reserven aufrechtzuerhalten und auszuweiten und gleichzeitig die Verwaltungsprozesse zu optimieren, um sicherzustellen, dass ein größerer Anteil der Ressourcen in konkrete Umweltprogramme vor Ort fließt.

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