Der NoHo Beach Club liegt inmitten des Naturschutzgebietes Ses Salinas und wirkt wie eine Erweiterung und Hommage an seine wunderschöne Umgebung.
Hier wurde eine entspannte und komfortable Oase geschaffen, in der sich die Leute tummeln. Die zahlreichen besetzten Tische und Liegestühle am Meer zeugen von der Beliebtheit dessen, was hier enstanden ist.

Dies ist keine Kleinigkeit: Bereits in ihrem zweiten Sommer scheint sich die Venue in dieser Ecke des Sandes bereits erfolgreich einen Namen gemacht zu haben.

Der rustikale, offene Terrassen-Essbereich ist in Wellenform gestaltet und geht fließend in den Strandbereich über, wo komfortable Liegen und Sonnenschirme aufgestellt sind, bevor der Blick auf die glitzernde Küste und die Aussicht auf Formentera fällt.
Direkt am Strand werden die Gäste vom barfüßigen Personal bedient, das sich mühelos zwischen ihnen bewegt, Tische neben den Liegen deckt und frisch zubereitete Speisen serviert. Auch im Obergeschoss ist das Strandleben nie weit entfernt: Die Gäste genießen nach dem Essen ein erfrischendes Bad im Meer, während andere mit der Meeresbrise im Haar zurückspazieren.

Hier bewegt sich alles in einem wunderbaren Rhythmus. Die Steinwege, die natürlichen Texturen und die weißen Wände laden zum Entspannen und Wohlfühlen ein, während die klaren, frischen und belebenden Ausblicke die Sinne unweigerlich wecken.

Es gab sogar eine kleine Modenschau, bei der die Models zwischen den Tischen die besonderen Stücke der hauseigenen Boutique präsentierten.

Auf der oberen Restaurantterrasse bot unser Tisch einen traumhaften Blick auf diese atemberaubende Szenerie. Sanfte Musik lag in der Luft, und von den Nachbartischen drang das Stimmengewirr herüber. Gruppen von Freunden und Familien saßen in unserer Nähe und schienen alle etwas anderes von der Speisekarte zu bestellen, sodass man unwillkürlich einen neidischen Blick darauf werfen musste. Zum Glück war es bald soweit.

An einem so heißen Sommertag konnte man dem Granbazan Etiqueta Verde Albariño einfach nicht widerstehen. Frisch und fruchtig, mit seinen tropischen Aromen, passte er perfekt zu den vielen frischen Fischsorten, die uns gleich serviert werden sollten.

Die große, robuste Tudela-Tomate ist eine begehrte, alte Sorte aus der Ribera-Region in Navarra, Nordspanien. Sie wächst völlig anders als ihre perfekt runden Artgenossen – und das zu Recht: Sie ist ein wahres Feuerwerk an saftigem Aroma und schmeckt einfach himmlisch.
Mit Bio-Olivenöl und knusprigen Stücken schwarzen Salzes bestrichen, wurde sie dann von unserer aufmerksamen Kellnerin Laia direkt am Tisch perfekt in Scheiben und Würfel geschnitten.

Als Nächstes kommt ein üppiger Teller mit 100% eichelgefüttertem iberischem Schinken an den Tisch. Diese Art von Gericht gilt zwar als spanischer Klassiker, aber in dieser hohen Qualität ist der Geschmack einfach unvergleichlich. Schon pur ein Genuss, aber mit einem Stück authentisch schmeckender Tudela-Tomate noch besser.

Eine Vorspeise, die so köstlich war, dass wir uns fast wünschten, es wäre ein vollwertiges Hauptgericht: Die Garnelen-Tempura mit Kimchi-Mayo war unser erster Schritt weg von köstlicher Einfachheit hin zu den höchsten Ansprüchen der Küche an die Zubereitung von Meeresfrüchten.
Die warmen Garnelen, umhüllt von leicht knusprigem Tempura, waren zart und frisch und trugen dazu bei, dass die cremige Kimchi-Mayonnaise mit ihren würzigen, leicht säuerlichen und süßen Aromen das Gericht perfekt abrundete. Abgerundet wurde das Ganze mit schwarzen und weißen Sesamsamen, Schnittlauch und zarten getrockneten Chilischoten.

Es ist nicht immer so, dass Oktopus mit der nötigen Präzision zubereitet wird, aber ein großes Lob an den Koch, denn dieser war meisterhaft. Saftig, fleischig und perfekt gegart - er harmonierte hervorragend mit den rauchigen Paprikanoten.
Nach diesem beeindruckenden Einstieg in die Fischgerichte des NoHo freuten wir uns sehr, dass sich das Thema auch beim Hauptgang fortsetzte. Doch der zweite Gang unseres kulinarischen Abenteuers überwältigte unsere Geschmacksknospen.

Zunächst einmal gebührt der Servierplatte dieses Gerichts ein großes Lob. Sie entsprach mit ihren tropisch anmutenden Zutaten voll und ganz dem aktuellen Trend. Und nun zum Seebarsch – aber ganz anders, als ihr ihn kennt.
Ein wahrhaft herausragendes Gericht: Jedes zarte Filet war einzeln herausgelöst und in hauchdünnes Tempura gehüllt, sodass der zarte Fisch zwar saftig war, aber nicht von der Hülle erdrückt wurde. Dazu gab es eine leicht curryartige Sauce, die gleichzeitig pikant, frisch und dezent scharf war. Das Fazit des Teams: ein unglaublich gutes Gericht.
Gerade wenn man denkt, etwas anderes hätte schon alle Blicke auf sich gezogen, tritt die Einfachheit in den Vordergrund – wenn auch auf die fabelhafteste Art und Weise präsentiert – und lässt einen die eigenen Entscheidungen hinterfragen.

Mit NoHo-Elementen verziert, verlieh Nicolás dem nächsten Gericht eine stilvolle Note. Es war schlicht und wunderbar einfach zubereitet. Die Seezunge, von Nicolás' erfahrenen Händen mit Finesse filetiert, wurde leicht gegrillt. Ihre geschwärzte Haut verlieh ihr ein rauchiges Aroma, das den frischen Geschmack des Fisches perfekt zur Geltung brachte.
Das Team stimmte erneut uneingeschränkt zu.

Nach einer kurzen Pause wurde zum Abschluss Pacos spanischer French Toast serviert, und der war wirklich ein Genuss. Umhüllt von einer knusprigen Kruste aus gebranntem Karamell, war der warme, süße, weiche Kern ein wahrer Gaumenschmaus.
Die riesige Portion Dulce-de-Leche-Eiscreme und die knackigen, getrockneten Himbeeren rundeten das Ganze perfekt ab.

Zum Abschluss gönnten sich einige Teammitglieder eine Abkühlung im kristallklaren Wasser, das einfach zu verlockend war, um es zu ignorieren. Die anderen erfrischten sich mit einem kräftigen Bloody Mary und dem Hauscocktail NoHo Passion.

Die unbeschwerte und lockere Atmosphäre des NoHo ist eine Wohltat für jeden Inseltag. Hier wurde das Wesen Ibizas perfekt eingefangen – durch die natürliche Holzeinrichtung, die entspannte Atmosphäre und die hervorragende, frische Küche.

Es ist ganzjährig geöffnet, wir empfehlen euch jedoch, einen Tisch zu reservieren, um euch euren Platz zu sichern.
