Die Trinkgeldkultur ist von Land zu Land unterschiedlich. Daher ist es wichtig, sich vor dem Bezahlen mit den Gepflogenheiten der Insel vertraut zu machen. In Spanien ist das Trinkgeld zwar nicht obligatorisch, aber eine gern gesehene Geste für guten Service, die vom fleißigen Personal stets geschätzt wird.
Um mehr über das Trinkgeld auf Ibiza zu erfahren, sei es im Restaurant, in der Bar, im Hotel oder bei der Taxifahrt, lest unseren Ratgeber unten.
Die Normen verstehen
Auf Ibiza ist es üblich, Trinkgeld (auf Spanisch: Propina) zu geben, wenn man gut bedient wurde. Es gibt jedoch keinen festgelegten Prozentsatz, und die Höhe des Trinkgelds liegt ganz bei euch. Als Richtwert gelten 5 % bis 10 % für guten Service in Restaurants. Je nach Situation sind aber auch ein geringerer Betrag, das Aufrunden des Preises oder gar kein Trinkgeld völlig normal.
Empfehlungen zum Trinkgeld
Trinkgeld in Restaurants
Restaurants müssen ihre Preise, einschließlich aller obligatorischen Gebühren, deutlich ausweisen. Prüft daher vor dem Bezahlen immer die Rechnung, um genau zu sehen, was enthalten ist. Einige Restaurants auf Ibiza erheben eine ausgewiesene Servicegebühr, während andere mittlerweile eine Trinkgeldoption auf dem Kartenlesegerät anzeigen.
Es wurde berichtet, dass einige Restaurants zusätzlich zur Bedienungsgebühr ein empfohlenes Trinkgeld an den Kartenzahlungsgeräten hinzufügen. Wenn die Bedienungsgebühr bereits in der Rechnung enthalten ist (was freiwillig ist), besteht kein Grund, automatisch weitere 10 % hinzuzufügen.
Wenn das Zahlungsterminal Optionen wie 10 %, 15 % oder 20 % anbietet, handelt es sich dabei um Vorschläge und nicht um obligatorische Trinkgelder. Wählt den Betrag, der für euch in Ordnung ist, oder lehnt das Trinkgeld gerne ganz ab.
Für guten Service gelten 5 % bis 10 % als üblicher Richtwert, auch wenn es keinen festen Prozentsatz gibt und das Trinkgeld letztendlich freiwillig ist. Die offiziellen Tourismusrichtlinien Spaniens empfehlen ebenfalls 5 % bis 10 % als üblichen Rahmen.

Bei Kartenzahlung könnt ihr in manchen Lokalen das Trinkgeld direkt am Kartenterminal hinzufügen; andernfalls teilt der Bedienung einfach mit, wie viel Trinkgeld ihr geben möchtet. Bargeld ist natürlich auch völlig in Ordnung und eignet sich gut für kleinere Trinkgelder.
Reist ihr mit American Express? Amex wird in vielen Hotels, Restaurants und größeren Geschäften auf Ibiza akzeptiert, jedoch nicht so flächendeckend wie Visa oder Mastercard. Wenn ihr hauptsächlich mit Amex bezahlt, solltet ihr zusätzlich eine Visa oder Mastercard mitnehmen, insbesondere für kleinere, unabhängige Geschäfte, oder etwas Bargeld in Euro.
Trinkgeld in Hotels
In gehobenen Hotels ist Trinkgeld üblicher, insbesondere wenn das Personal persönliche Anfragen erfüllt. Für die Zimmerreinigung ist es oft sinnvoller, täglich einen kleinen Betrag zu geben (anstatt am Ende des Aufenthalts einen größeren Betrag), da das Reinigungspersonal täglich wechseln kann. Auch wenn ein Gepäckträger euch mit eurem Gepäck hilft oder ihr den Zimmerservice in Anspruch nehmt, ist ein kleines Trinkgeld eine nette Geste.

In All-inclusive-Hotels, wo Gäste alles auf ihr Zimmer buchen lassen oder weitgehend bargeldlos bezahlen, ist Trinkgeld nicht immer üblich. Es wird nicht erwartet, aber wenn ein Mitarbeiter besonders hilfsbereit war, könnt ihr ihm als Dankeschön einen kleinen Betrag geben. Es gibt keinen festen Betrag: Ihr entscheidet selbst, wie viel Trinkgeld ihr gebt, und es sollte dem erhaltenen Service entsprechen.
Trinkgeld in Bars, Cafés und Clubs

Auf Ibiza ist es unter Einheimischen nicht üblich, in Cafés Trinkgeld zu geben. Wenn ihr jedoch einen Kaffee in einem Café trinkt, könnt ihr das Wechselgeld gerne dalassen. Wenn ihr in einer Bar oder einem Club mit Karte zahlt, prüft, ob bereits ein Trinkgeld enthalten ist. Falls nicht, könnt ihr den Betrag anpassen.
Taxi
Bei Taxifahrten könnt ihr den Fahrpreis einfach auf den nächsten Euro aufrunden. Wenn ihr jedoch Gepäck habt und der Taxifahrer es ein- und auslädt, könnt ihr ruhig etwas großzügiger sein.
Fazit
Trinkgeld auf Ibiza ist eine Geste, keine Pflicht. Gebt etwas, wenn ihr gut bedient wurdet, aber fühlt euch nicht unter Druck gesetzt, die in den USA üblichen 18 %, 20 % oder mehr zu geben. Prüft die Rechnung, achtet auf eventuelle Servicegebühren oder empfohlene Trinkgelder und entscheidet selbst, was euch für den erhaltenen Service angemessen erscheint.

