Es gibt wenige Orte auf Ibiza, an denen sich ein Abendessen so sehr wie ein besonderes Ereignis anfühlt wie im Bambuddha . Hinter dem Eingang führen Bambuswege, balinesisch inspirierte Pavillons, geschnitzte Statuen und flackerndes Kerzenlicht in eine Welt aus dunklem Holz, üppiger Bepflanzung und gedämpftem, stimmungsvollem Licht. Es hat etwas Theatralisches, das jedoch untrennbar mit dem Bambuddha verbunden ist und nicht bloß dekorativ wirkt.
Als sich die Gelegenheit bot, „Miso Hungry“, Bambuddhas All-you-can-eat-Abend, der jeden Mittwoch in der Nebensaison stattfindet, auszuprobieren, siegte unsere Neugier. Das Konzept ist einfach: Für 48 € pro Person kann man so viel von einer speziellen Speisekarte bestellen, wie man möchte – mit einer wichtigen Bedingung: Man muss seine Bestellung aufessen, bevor man eine neue Runde bestellt. Getränke und Desserts sind nicht im Preis inbegriffen.
Es klingt recht einfach. In der Praxis ist jedoch etwas Zurückhaltung ratsam.

Um uns auf das Festmahl einzustimmen, entschieden wir uns, einige der berühmten Cocktails und Mocktails von Bambuddha zu probieren.

Teile dir deine Kräfte ein
Die Versuchung ist groß, direkt hineinzugehen und alles zu bestellen, was einem ins Auge fällt. Mit Suppen, Salaten, Dim Sum, Beilagen, Fleisch, Meeresfrüchten, Currys, Nudeln, Reis und Sushi gibt es genug, um selbst den diszipliniertesten Esser zu verführen.
Das unterscheidet Miso Hungry deutlich von den üblichen All-you-can-eat-Angeboten. Hier handelt es sich nicht um eine reduzierte Auswahl, die lediglich darauf abzielt, ständig neue Teller zu servieren. Die Speisekarte orientiert sich stark an der Art von Küche, für die Bambuddha bekannt ist, und bietet Gästen die Möglichkeit, eine breite Auswahl zu entdecken, ohne sich auf ein komplettes À-la-carte-Menü festlegen zu müssen.
Anstatt genau vorhersagen zu müssen, wie viel jeder am Tisch essen möchte, kann jede Runde relativ bescheiden gehalten werden, sodass anschließend noch Platz für etwas anderes bleibt. Bei der großen Auswahl gibt es viel Spielraum zum Kombinieren und Entdecken neuer Lieblingsgerichte.

Scharfer Rindfleischsalat

Rindfleisch-Gyoza
Die Rindfleisch-Gyoza und die knusprigen Frühlingsrollen eigneten sich hervorragend als Einstieg, während die knusprigen Trüffelknödel etwas Besonderes boten. Die Miso-Aubergine war eine weitere empfehlenswerte Wahl für alle, die etwas anderes als Fleisch- und Fischgerichte probieren wollten.

Knusprige Frühlingsrollen

Knusprige Trüffelknödel und Miso-Aubergine
Currygerichte und Wokgerichte

Indonesische Laksa
Dann folgen die Currys und Wokgerichte, die dem Menü eine tiefere, aromatischere Note verleihen. Die indonesische Laksa besticht durch wärmende Gewürze und duftende Kokosnussnoten, während das thailändische grüne Hühnercurry die bekannte Kombination aus cremiger Reichhaltigkeit und frischer Chili-Schärfe bietet.
Für den etwas herzhafteren Genuss bietet das Chicken Pad Thai eine gelungene Balance aus süß und herzhaft, während der Wok-gebratene Reis mit Garnelen voller Wok-Aroma und saftigen Garnelen ist. Wer es gerne scharf mag, kann die Schärfe gerne anpassen lassen oder die Gerichte auf Wunsch milder zubereiten.
Vom Land und vom Meer

Klebrige Spareribs
Hier gibt es auch für diejenigen, die es etwas herzhafter mögen, eine große Auswahl. Marokkanisches Lamm und klebrige Rippchen stehen neben Meeresfrüchtegerichten wie malaysischen Jakobsmuscheln und Lachs Kyūbu Teriyaki sowie grünem Thai-Hühnercurry.
Die Vielfalt ist einer der größten Pluspunkte des Abends. Im einen Moment genießt man Dim Sum, im nächsten steht Sushi auf dem Tisch, gefolgt von Curry oder einem Teller gebratenem Reis.
Sushi, natürlich.

King California Uramaki
Natürlich ist die Sushi-Auswahl besonders verlockend für Stammgäste von Bambuddha. Neben dem King California Uramaki mit Krabbenfleisch gab es das New York mit Lachs und Avocado, das vegetarische Flowers & Herbs of Ibiza und das Bamboo, eine Kombination aus verschiedenen rohen Fischsorten.
Wichtig ist, die erste Runde nicht so zu behandeln, als wäre es die letzte. Wir haben den Fehler gemacht, mit deutlich größeren Erwartungen anzukommen, als wir eigentlich hatten, und der Preis von 48 € verleitet leicht dazu, sich zu verleiten.
Lassen Sie Platz für den Nachtisch!
Obwohl wir vom Essen eigentlich satt waren, konnten wir dem Dessert einfach nicht widerstehen.

Die Dessertauswahl umfasst Coconut Milk Foam, bei dem cremige Kokosnuss, Banane, Schokolade und Oreo-Kekspulver zu einer verspielten Mischung aus Texturen verschmelzen; Annixian Bing, eine Mango-Crème brûlée, die eine helle, fruchtige Süße auf den Tisch bringt; und Chocolate Lust, eine weitaus dekadentere Angelegenheit aus seidiger Schokoladenmousse, knackigen Haselnüssen, Bourbon-Sahne und Kaffeebiskuit.

Das Restaurant Miso Hungry im Bambuddha ist sehr beliebt, daher sollten Sie unbedingt im Voraus reservieren.
