Abseits der berühmten Clubs, Ferienorte und Strände besticht Ibiza mit atemberaubenden, nach Pinien duftenden Wäldern, versteckten Buchten und schroffen Klippen. Hier kann man durch einige der schönsten Naturlandschaften des Mittelmeers wandern, die frische, nach Kräutern duftende Luft einatmen, die herrliche Landschaft bewundern und den alten Charakter der Insel erleben.
Bereit für eine Tour ins tiefste Ibiza? Hier ist unsere Auswahl an fantastischen Orten, in die ihr eintauchen und Ibizas authentische, wilde Seite entdecken könnt.
Es Broll

Eingebettet in die üppige, geschichtsträchtige Landschaft Ibizas liegt Es Broll, eine artesische Quelle in der Nähe des kleinen Weilers Buscastell (zwischen San Antonio und San Rafael). Dieser friedvolle Ort offenbart die tiefe Verbundenheit zwischen Ibizas Wasser, Land und Bewohnern.

Die Landschaft hier ist wahrhaft bezaubernd: ein lebendiges Mosaik aus terrassenförmig angelegten Obstgärten, Gemüsebeeten und stillen Teichen, durchzogen von einem Netz aus Bewässerungskanälen, das von den meisterhaften Ackerbauern der Region, den Mauren, angelegt wurde. Besonders im Frühling ist die Gegend reizvoll, wenn unzählige Wildblumen die Landschaft schmücken.
Naturpark Es Amunts

Das im Nordwesten Ibizas gelegene, dicht bewaldete Berggebiet erstreckt sich über 15.000 Hektar, etwa ein Viertel der Insel. Die Hügel – übersät mit faszinierenden Überresten vergangener Lebensweisen – und die hoch aufragenden Klippen mit ihren spektakulären Meerblicken machen es zum idealen Ort, um die Natur zu erleben.
Erkundet die gut markierten Wege allein, in kleinen Gruppen oder nutzt die Dienste eines der fachkundigen Unternehmen wie Balearic Outdoor Adventures, die informative geführte Wanderungen anbieten, und lasst die Welt für ein paar Stunden purer Naturfreude hinter euch.

Unterwegs solltet ihr Ausschau nach einheimischen Arten wie Falken, Zugadlern und kleineren Vögeln, Schmetterlingen und Libellen sowie den niedlichen Eidechsen (Lagartijas) Ibizas halten.
Eine weitere Möglichkeit bietet ein Besuch des Interpretationszentrums Es Amunts im ländlichen Dorf San Lorenzo. Es dient als Tor zur wilden Flora und Fauna sowie zum traditionellen Lebensstil des Naturschutzgebietes und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die umliegende Natur zu erkunden. Kostenlose Führungen durch das Naturschutzgebiet werden ebenfalls angeboten.
Naturpark Las Salinas

Fährt man vom berühmten Strand ins Landesinnere, stößt man auf die Salinen, die Las Salinas ihren Namen gaben. Es mag heute kaum vorstellbar sein, aber in der Römerzeit und später machte die Salzgewinnung Ibiza-Stadt zu einem der bedeutendsten Häfen im Mittelmeer.
Heute ist es ein Naturschutzgebiet mit Sanddünen, Wäldern, Stränden und Feuchtgebieten – ideale Bedingungen für atemberaubend schöne Wanderungen. Haltet unterwegs Ausschau nach der heimischen Tierwelt, allen voran den farbenprächtigen Flamingos*, die hier auf ihrem Zug Rast machen. Es gibt ausgewiesene Aussichtspunkte und ein Besucherzentrum, wo ihr mehr erfahren könnt.

*Wissenswertes: Die charakteristische rosa-rot-orange Färbung der Flamingos stammt von ihrem Verzehr winziger Algen, Salinenkrebse und Schalentiere in den Salzseen. Einige nutzen sogar Sekrete ihrer eigenen Drüsen, um ihre leuchtenden Farben während der Brutzeit zu verstärken – ein Verhalten, das manche als „Schminken“ bezeichnen.
Tropfsteinhöhlen Can Marçà, Puerto de San Miguel

Dieses atemberaubende unterirdische Höhlensystem liegt in den Klippen oberhalb des Ferienortes Puerto San Miguel. Der einstige Treffpunkt für Schmuggler beherbergt geologische Formationen wie Stalaktiten und Stalagmiten* sowie neonfarbene Felsenbecken und einen 10 Meter hohen Wasserfall, der durch eine spektakuläre Musik- und Lichtshow in farbenfroher Pracht erstrahlt.

Die Anlage ist ganzjährig geöffnet und bietet zudem verschiedene Besuchereinrichtungen. Der Meerblick von hier ist einfach atemberaubend.
*Unsicher was was ist? Stalaktiten tropfen von oben, Stalagmiten wachsen von unten.
Leuchtturm Punta Moscarter

Hoch oben auf den Klippen mit Blick aufs Meer, nahe dem Ferienort Portinatx im Norden der Insel, thront dieser imposante blau-weiß gestreifte Leuchtturm (mit 52 Metern der höchste der Balearen!) und bietet einen atemberaubenden Panoramablick auf Meer und Küste. Die umliegende Küste ist zerklüftet und von steilen Klippen geprägt. Von Portinatx aus kann man zum Leuchtturm wandern – die Wanderung dauert hin und zurück etwa drei Stunden.

Sa Talaia
Unweit des charmanten Dorfes San José im Südwesten der Insel erhebt sich Sa Talaia (ibizenkisch für Wachturm), Ibizas höchster Gipfel. Von dort bietet sich ein atemberaubender 360°-Panoramablick über weite Teile dieser herrlichen Insel, darunter die kleine Insel Es Vedrá, die Buchten von San Antonio und Santa Eulalia sowie Las Salinas.

Die Landschaft ist ein typisches Beispiel mediterraner Wald- und Buschlandschaft, reich an einheimischen Arten wie Rosmarin, Wacholder und Thymian sowie einer vielfältigen Fauna. Im Frühling erblüht die Gegend mit Orchideen und anderen Wildblumen.
La Mola

La Mola ist ein zerklüftetes Kalksteinplateau, das eine eindrucksvolle, von Klippen gesäumte Küste an der Ostspitze Formenteras, der Schwesterinsel Ibizas, bildet. Ein windiger, wilder und abgeschiedener Ort mit weitem Himmel – ein Muss für alle, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen, aufregende Klippenwanderungen unternehmen und spektakuläre Sonnenaufgänge erleben möchten.

Die lokalen Outdoor-Experten von Ibiza Outdoors bieten geführte Wanderungen rund um Formentera an, bei denen man diese unvergessliche Landschaft erleben kann.
Eine alternative Möglichkeit, die landschaftlichen Reize von Ibiza und Formentera zu genießen, besteht darin, ein Mountainbike oder ein E-Bike bei Bike Ibiza zu mieten.
