Mit angenehmen Wassertemperaturen und wunderschönen Felsbuchten sind Ibizas Strände im Sommer ideal zum Schnorcheln. Das Meer rund um die Insel ist dank der Seegraswiesen (Posidonia oceanica) außergewöhnlich klar, sodass man Fische und andere Meeresbewohner besonders gut beobachten kann.

Entlang der felsigen Küste gibt es viel Interessantes zu entdecken, darunter Zackenbarsche, Lippfische und die scheuen Kraken. Im offenen Wasser umgeben euch, sobald ihr einen Köder auslegt, Schwärme der allgegenwärtigen silbernen Sattelbrasse mit ihrem markanten schwarzen Fleck.
Beim Schwimmen über die Posidonia-Wiesen kann man mit etwas Glück Schwärme hübscher silber-gelber Salpas beobachten, die im Seegras grasen. Im sandigeren Meeresboden lassen sich mit etwas Glück Plattfische und Rochen entdecken.
Nehmt unbedingt Maske und Schnorchel mit, wenn ihr an den Strand geht, die könnt ihr auch günstig überall auf der Insel kaufen. Flossen und Badeschuhe sind ebenfalls empfehlenswert, besonders wenn sich Steine und Seeigel am Meeresgrund befinden.
Die besten Plätze zum Schnorcheln liegen immer in der Nähe der felsigen Küstenabschnitte, die die Buchten einfassen, sowie an den kleinen, aus dem Wasser ragenden Inseln. Im Folgenden verraten wir euch, welche Strände sich besonders gut zum Schnorcheln eignen.
Cala Conta (Cala Comte)

Dank der Kombination aus Felsen, Sand und zusammenlaufenden Strömungen ist die Sicht in der Cala Conta (Cala Comte) besonders gut und man kann viele Meeresbewohner beobachten.
Nur wenige Besucher entdecken die großartigen Schnorchelgebiete beidseitig des Hauptstrandes, dabei gibt es dort viel zu sehen. Links des Hauptstrandes liegt der kleine Strand Racó d'en Xic, der auch bei FKK-Anhängern beliebt ist. Die Unterwasserwelt ist hier besonders faszinierend.
Rechts von den beiden Hauptstränden, hinter dem Restaurant Ses Roques, befindet sich eine felsige Bucht, die sich ideal zum Schnorcheln eignet. Haltet hier Ausschau nach Langusten!
Cala Gració

Am nördlichen Ortsrand der Stadt San Antonio, hinter dem Strand Caló des Moro und über einen Fußweg erreichbar, liegt die felsige Küste rund um das Aquarium Cap Blanc – ein idealer Ort, um die Meeresfauna zu beobachten.
Das Aquarium (auch einen Besuch wert) ist zum Meer hin offen, sodass Wasser und Meerestiere ungehindert hinein- und hinausströmen können. Die nahegelegenen geschützten Strände Cala Gració und Cala Gracioneta eignen sich ebenfalls hervorragend zum Schnorcheln, besonders für Kinder.
Cala Xarraca und Cala Xuclar

Die einladende Schönheit der Cala Xarraca und ihrer kleinen Nachbarbucht Cala Xuclar macht diese Strände im Norden der Insel zu idealen Schnorchelrevieren, insbesondere aufgrund des felsigen Meeresbodens, der Felsvorsprünge und der zerklüfteten Küste. Die Buchten sind gut geschützt und bieten kristallklares, flaches Wasser, das von einer vielfältigen Tierwelt bevölkert ist.
In der Cala Xarraca befindet sich ein Felsen mitten in der Bucht. Schwimmt über Posidonia-Seegraswiesen und erkundet die Umgebung auf eigene Faust beim Schnorcheln. Die Zeit kurz vor Sonnenuntergang ist dafür ideal.
Cala San Vicente

Die Cala San Vicente ist ein langer Sandstrand im Nordosten der Insel, an dem man auch eine große Vielfalt an Fischen beobachten kann. Mit etwas Glück hat man sogar die seltene Gelegenheit, einen der spektakulärsten Fische der Balearen zu entdecken: den Fliegenden Knurrhahn. Im Spanischen wird er „Roncador“ (Schnarcher) genannt, weil er beim Liegen auf dem Meeresgrund ein schnarchendes Geräusch von sich gibt – und wenn es absolut still ist, kann man es tatsächlich hören. Manchmal kann man ihn auch mit seinen blau gesäumten „Flügeln“ über die Wasseroberfläche „fliegen“ sehen.
Pou des Lleó

Dieser kleine Fischerhafen an Ibizas Ostküste ist ein malerischer Ort zum Schnorcheln. Ruhiges, klares Wasser und ein sandiger Meeresgrund bieten hervorragende Sicht. Erkundet die felsigen Kanten und Höhlen der Küste – hier habt ihr die besten Chancen, eine Vielzahl von Fischen und anderen Meeresbewohnern zu entdecken.
Wer es richtig abenteuerlich mag, kann sich ein Kajak mieten und zur Nachbarinsel Tagomago übersetzen.
Ses Salines

Am Ende des Strandes Las Salinas, an der Strandbar Sa Trinxa vorbei, könnt ihr an der felsigen Küste entlang bis zum Piratenturm Es Pouet wandern. Entlang dieses Abschnitts des Naturparks Ses Salines (Parc Natural de Ses Salines d'Eivissa i Formentera), der sich über rund 3.000 Hektar Land und über 13.000 Hektar Meeresfläche erstreckt und eine reiche Artenvielfalt schützt, findet ihr verschiedene kleine Buchten, die gute Schorchelplätze bieten.
Es Caló, Formentera

Südlich von Ibiza liegt Formentera, die kleine Schwesterinsel von Ibiza; hier warten unzählige Schnorchelmöglichkeiten auf euch. Die Insel ist weltberühmt für ihr kristallklares, türkisfarbenes Wasser und bietet 85 km unberührte Küste, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden.
Am schönsten finden wir es an dem Küstenbereich rund um das Fischerdorf Es Caló. Diese malerischen kleinen Buchten sind wie ein großes, natürliches Aquarium. Es gibt einige Bootsrampen, die das Reingehen ins Wasser erleichtern, aber Badeschuhe sind bei dem felsigen Untergrund empfehlenswert.

Sobald ihr eure Ausrüstung beisammen habt, heißt es nur noch: Eintauchen und das spannende marine Leben an den Küsten von Ibiza und Formentera entdecken!
Wer eine organisierte Tour bevorzugt, sollte sich die zahlreichen Bootsausflüge ansehen, die von den großen Ferienorten aus starten. Alle beinhalten ein Bad im Meer an idyllischen Orten entlang der Küste Ibizas oder Formenteras, Schnorchelausrüstung wird oft gestellt.
Titelbild | Strand der Cala Xarraca
